Wissenswertes über Eis


Wussten Sie schon, dass ...

... die Eisgeschichte bis weit in die Zeit vor Christus reicht?

Marco Polo (1254-1324) war es, der 1292 von einer seiner unzähligen Asienreisen ein Rezept zur Herstellung von Gefrorenem mit nach Venedig und damit als Erster nach Europa brachte. Es war ein Geschenk des Mongolenfürsten Kublai-Khan. So berichtete der italienische Asienreisende, dass die Chinesen bereits 3.000 Jahre zuvor damit begonnen hatten, Milch, Wasser und Früchte mit Schnee zu vermischen und daraus Speiseeis herzustellen. So soll schon der chinesische Volkslehrer Konfuzius (551-479 v.Chr.) einen Eiskeller hat bauen lassen, um darin Fruchtsäfte gemischt mit Schnee einlagern zu können.

Bis allerdings in Deutschland das erste Eiscafé eröffnet wurde dauerte es noch eine ganze Zeit. Am 20. August 1799 war es soweit: Der französische Emigrant Vicomte Lanclot servierte im "Alsterpavillion" am Hamburger Jungfernstieg "Erfrischungen aller Art, besonders Gefrorenes", wie es in einem zeitgenössischen Zeitungsartikel hieß.

Der große Durchbruch in der Speiseeisproduktion und Lagerung kam im Jahre 1876, als Carl Linde das auf Ammoniak basierende Prinzip der Kältemaschine entwickelte. Auf dieser Grundlage funktionieren übrigens noch heute die Kühlschränke.

Inzwischen ist das leckere Speiseeis nicht mehr wegzudenken. Von den rund 620 Mio. Litern Eis die jedes Jahr produziert werden, entfallen 19 % auf den gewerblich herstellenden Bereich. Dazu zählen Eisdielen und andere Gastronomiebetriebe. 

Der Löwenanteil von 81 % wird industriell durch die 12 dem Bundesverband Süßwarenindustrie/Fachsparte Eiskrem angeschlossenen Unternehmen hergestellt.

Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland lag im Jahre 2000 bei 7,9 Litern. Im innereuropäischen Vergleich liegen die Deutschen damit auf Platz fünf. Spitzenreiter ist Schweden mit 11,9 Litern pro Kopf.


... es acht verschiedene Arten von Speiseeis gibt?

Die Leitsätze des deutschen Lebensmittelbuches für Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse - Bundesanzeiger Nr. 101 - vom 31.05.1995 definieren folgende Eissorten:

Eiskrem Enthält mindestens 10 % Milchfett. Die Eismasse muss homogenisiert und pasteurisiert werden
Einfacheiskrem Wie bei Eiskrem, der Milchfettanteil beträgt allerdings nur mindestens 3 %
Milcheis Enthält einen Milchanteil von mindestens 70 %
Rahmeis Enthält mindestens 60 % Schlagsahne
Kremeis Enthält mindestens 50 % Milchanteil und auf 
1 Liter Milch mindestens 270 Gramm Vollei oder 90 Gramm Eigelb
Fruchteis Enthält einen Fruchtanteil von mindestens 20 % (Bei Citrus- und anderen sauren Früchte mindestens 10 %)
Frucht-Sorbet Enthält einen Fruchtanteil von mindestens 25 % (Bei Citrus- und anderen sauren Früchte mindestens 15 %)
Eis mit Pflanzenfett Enthält mindestens 3 % pflanzliches Fett

... es ein Eishoroskop gibt?!

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Quelle: Eis Info Service, Willy-Brandt-Allee 20, 53113 Bonn